Paracetamol

Paracetamol ist ein Schmerzmittel, das in den meisten Hausapotheken liegt. Entweder als sogenanntes Monopräparat in Tablettenform gegen Kopfschmerzen oder als Bestandteil einer Wirkstoffkombination in Erkältungs-Säften oder -Granulaten, die über Nacht Gesundung bringen sollen. Tatsächlich ist Paracetamol vielseitig gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber einsetzbar.

Nicht-opioides Schmerzmittel

Paracetamol gehört zur Gruppe der nicht-opioiden Schmerzmittel (Analgetika). Die Vorsilbe nicht-opioid grenzt diese Gruppe von den opioiden Schmerzmitteln ab, die an sogenannte Opioidrezeptoren binden und ihre schmerzlindernde Wirkung im Zentralnervensystem entfalten. Nicht-opioide Schmerzmittel hingegen greifen in biochemische Prozesse zur Schmerzlinderung ein.

Paracetamol zählt mit Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen zu den am meistverbreiteten frei verkäuflichen Schmerzmittel.

Wie wirkt Paracetamol gegen Schmerzen

Offen gesagt: Die Forschung ist nicht sicher, wie der schmerzstillende Effekt von Paracetamol im Detail zustande kommt. Man geht aber davon aus, dass an der Schmerzentstehung beteiligte Botenstoffe und deren Empfangsstationen im Gehirn (Rezeptoren) eine wichtige Rolle spielen. Der genaue Wirkmechanismus von Paracetamol wird von Wissenschaftlern jedoch kontrovers diskutiert.

Im Unterschied zu den NSAR ist Paracetamol kaum entzündungshemmend und hemmt die Thrombozytenaggregation nicht.

Wirkung gegen Fieber

Paracetamol wirkt nicht nur als Schmerzmittel, sondern auch sehr gut gegen Fieber. Die Wirkung gegen Fieber wird im Temperaturzentrum des Gehirns ausgelöst – im sogenannten Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns.

Paracetamol wird innerlich angewendet – in Form von Tabletten, Granulat, Saft oder Zäpfchen, in Kliniken auch als Infusionslösung.

Unbedingt auf die Dosierung von Paracetamol achten!

Paracetamol ist im Allgemeinen gut verträglich und verursacht in den nicht verschreibungspflichtigen Dosierungen selten unerwünschte Nebenwirkungen. Noch stärker als bei anderen Schmerzmitteln gilt bei Paracetamol aber der Hinweis auf die Tageshöchstdosis: Erwachsene nehmen maximal 8 Einzeldosen à 500 mg (entsprechend 4000 mg Paracetamol) pro Tag, ältere Personen sowie Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsschwäche entsprechend weniger. Überdosierungen von Paracetamol schädigen die Leber und können tödlich ausgehen.

 

Warnhinweis

Überdosierungen von Paracetamol können tödlich verlaufen. Deshalb bei Erkältungen beispielsweise genau darauf achten, ob im Erkältungssaft oder im Granulat Paracetamol enthalten ist, wenn Sie etwa gleichzeitig Paracetamol-Tabletten gegen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen nehmen.

Bei Überdosierungen ist sofort ein erreichbarer Arzt um Hilfe zu bitten.

Beachten Sie bitte grundsätzlich die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.